ARoS Kunstmuseum Aarhus Dänemark

Dänemark, Tag 42: Jütland, Aarhus

Hallo allerseits,

meine letzte Nacht in Aarhus, dann heißt es Abschied nehmen. Am liebsten würde ich bleiben, aber die Reise muss ja weitergehen. Na ja, muss ist das falsche Wort. Ich freue mich schon auf das, was noch kommt. Aber ich habe mich wirklich verliebt in diese Stadt und werde ganz bestimmt wiederkommen.

Heute ging es also ins ARoS Kunstmuseum und abends zu der Freilichtbühne am Moesgaard Museum, um den Wikinger Røde Orm und seine Kumpanen bei ihren Abenteuern zu begleiten.

ARoS Kunstmuseum Aarhus Dänemark Fenster

Das Museum ist, wie nicht anders zu erwarten, sehr sehenswert. Sowohl die moderne Architektur als auch die unterschiedlichen Ausstellungen, allen voran die für das Kulturstadtjahr aus aller Welt zusammengetragene Gemäldesammlung vieler namhafter Künstler. Ein besonderes Highlight auch die Dachterrasse, die zum Verweilen einlädt und einen herrlichen Blick über die Dächer der Stadt bietet. Und das Regenbogen-Panorama.

Røde Orm ist ein opulentes, witziges Spektakel mit Gebrüll und Kampf und viel Liebe mit Happy End. Alles auf dänisch, ein gutes Lehrstück um das Ohr für den Klang der Sprache zu schulen. Durch die Ähnlichkeit vieler Wörter mit dem Deutschen oder Englischen konnte ich, je länger das Stück dauerte, immer mehr heraushören. Aber auch ohne es zu verstehen, war klar, worum es ging. An manchen Stellen haben sich die Dänen fast weggeschmissen vor Lachen, solche Feinheiten sind mir leider entgangen, aber ansonsten kein Problem.

Röde Orm Aarhus Tribüne

Überhaupt, die Dänen mal wieder. Das Spektakel vor der Aufführung fand ich fast noch interessanter. Leider habe ich keine Bilder, irgendwann ist auch mal gut mit Kamera draufhalten. Stunden vorher kommen viele schon auf das Gelände, bepackt mit Kühltaschen, Picknickdecken und ich weiß nicht was. Und dann richtet man sich gemütlich ein, isst, trinkt und hat Spaß miteinander. Sogar das Theater verkauft Essensboxen mit Picknickdecken im Vorfeld.

Und während ich so da saß und beobachtete, wurde mir klar, was mir an Dänemark unter anderem so gefällt. Jeder lässt jeden machen und trotzdem achtet man auf die anderen. Man ist sich wohlgesonnen, geht offen aufeinander zu, ist freundlich und hilfsbereit, ohne zu nerven.  Sicher nicht alle und nicht immer, aber ich empfinde das schon so. Und es schwingt immer eine gewisse Leichtigkeit und ein feiner Humor mit. Die Welt scheint eher bunt als schwarz.

Bis dann, gebt acht aufeinander

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