Dänemark, Tag 32: Jütland, Thisted

Hallo allerseits,

stehe immer noch, oder besser wieder, in Thisted über die Nacht. An einem Platz direkt am Limfjord. Leises Plätschern als Hintergrundmusik, schön.

Heute habe ich Dänemarks ältesten Nationalpark ein wenig erkundet. Den Nationalpark Thy. Wunderschöne Küstenheide und Dünenlandschaft. Und Vogelschutzgebiet. Natürlich war wieder ein langes Dünen- und Strandgassi angesagt. Jeder Meter zählt dabei doppelt. Sandlaufen und Dünensteigen ist so verdammt anstrengend, für Frauchen und Hund. Barfuss geht es sich am besten, Fussmassage inklusive.

Um mich für die Anstrengung ein wenig mit Surfergucken zu belohnen, ging es danach an den Klitmøller Strand. Ein bekanntes Surferparadies. Aber trotz Wind keine knackigen, wellenbezwingende Dänen weit und breit. Dafür ganz viele freilaufende Schweine auf den Weiden. Ist doch auch was. Kühe und Pferde kann ja jeder.

Thisted ist doch eine ganz nette Kleinstadt. Muss meine Urteil von gestern widerrufen. Spätestens seit ich das lokal gebraute, zehnprozentige Dunkelbier getestet habe. Die Bedienung meinte, ich solle unbedingt das probieren. Und als guter Gast … Weil es so lecker war, musste ich gleich noch eines trinken und etwas dazu essen. Typisch dänische Hausmannskost 🙂 Döner, Burger, Pizza und McDonald. Auch in Dänemark ist die Globalisierung angekommen.

Mit den Supermärkten bin ich ja nicht so gut Freund in Dänemark. Das Angebot unterscheidet sich nicht so sehr von dem, was es auch in Deutschland gibt. Außer Leberpastete in allen Varianten (wenn man es dann mag) und lecker Backwaren. Beim Essen gehen ist das aber anders. War jetzt noch nicht oft, aber es ist immer nett angerichtet und sehr lecker. Egal ob Lokal oder Imbiss.

Nur die typisch dänische Küche habe ich noch nicht entdeckt. Also abseits von Smørrebrød, Hot Dog und Hering. Auf Seeland wurden, sowohl in Lokalen als auch in den Supermärkten, gemischte Teller mit Roastbeef, Krabben, Thunfischcreme, Hering und Salat angeboten. Ist das typisch dänisch oder nur touristisch dänisch`? Roastbeef scheinen sie aber zu mögen, die Dänen, das findet sich oft und in Mengen auf den Smørrebrøds. Und Softeis.

Bis dann, lass es dir gut gehen,

  1. Anonymous

    Klingt alles in allem sehr fleisch- fisch- fast food- und süße teilchenlastig, die Ernährung. Vielleicht sind die knackigen Dänen deshalb so dünn gesät?

    • Nein, das täuscht. Es gibt natürlich auch Gemüse und Salat. Im Grunde ist es nicht anders als bei uns. Außer dass der Fisch frischer ist 🙂 Die dänische Remoulade trägt bestimmt auch ihren Teil zu den fehlenden knackigen Dänen bei. Nein, die Dänen sind nicht dick. Manchmal vielleicht ein wenig übergewichtig. Aber sie sind halt nur sehr, sehr, sehr vereinzelt groß und schlank und blond, wie man sich das so vorstellt als naiver Nichtdäne.
      Und so leid es mir tut, ein richtig fotoverdächtiges Exemplar für die Damenwelt unter uns ist mir bis jetzt noch nicht über den Weg gelaufen. Außerdem ist es ja auch ein wenig blöde, den Foto draufzuhalten. Menschen fotografiere ich nicht so gerne. Höchstens aus der Ferne im Pulk oder ich frage vorher. Ich mag auch nicht von Wildfremden aufs Foto gebannt werden. Und du weißt ja: Was du nicht willst …

  2. ein toller Schnappschuß!!

    • Danke schön. Ich war ganz begeistert von den grasenden Schweinen. Es gab ganz viele von den süßen, kleinen Ferkeln auf den Weiden. Leider war das Gras zu hoch, so dass auf den Bildern außer dem Rücken und die Schwänzchen nicht viel zu erkennen war.

Ich freue mich über Kommentare