Dänemark Dünen

Meine Reise durch Dänemark

Dänemark ist eine Reise wert. Fast acht Wochen war ich mit meinem Campingbus auf diesem schönen Fleckchen Erde unterwegs und bin immer noch erstaunt, was dieses kleine Land alles zu bieten hat. Obwohl Dänemark eines unserer Nachbarländer ist und ich nun schon seit vielen Jahren im Norden, nicht allzuweit von der Grenze, wohne, kannte ich es nur von der Durchreise. Ich hatte so gar keine Vorstellung von Dänemark und es steckte irgendwo in der Uninteressant/Langweilig-Schublade meines Kopfes. Was für ein Irrtum.

Alles, was ich auf meiner Reise erlebt und gesehen habe, kannst Du hier nachlesen >>>.

Meine Tour startete nach der Einreise von Puttgarden auf der Insel Fehmarn in Rødbyhavn und endete an der Grenze zu Flensburg. Die Karte gibt die Route nicht genau wieder, da google maps bei so langen Reiserouten mit vielen Punkten nicht wirklich zu brauchen ist. Muss mal schauen, ob ich bald eine bessere Lösung finde. Für dieses Mal muss es reichen. Die Punkte orientieren sich an meinen (B)Logbuch-Einträgen, in denen ich meine Tageserlebnisse schildere.

Mit dem Campingbus unterwegs in Dänemark

Einen Campingplatz zu finden, ist kein Problem. Dänemark ist aber auch ein ideales Land für Freisteher, welche, wie ich, ungern Campingplätze aufsuchen. Fast überall findet sich ein schönes Plätzchen in der Natur, wo man es sich gemütlich machen kann. Die Dänen sind da offensichtlich sehr tolerant. Schwierigkeiten hatte ich keine, egal, wo ich mich niederließ.

Allerdings solltest du immer auf die Parkplatz-Beschilderung achten, wenn du einen Strafzettel vermeiden möchtest. An Stellen wo Camping verboten ist, habe ich zwar übernachtet, habe dort aber auf typisches Camping-Verhalten verzichtet. Kann natürlich nichts dazu sagen, wie das in der Urlaubshochzeit ist. Vielleicht wird da ein wenig mehr darauf geachtet. In der Nebensaison war es auf jeden Fall kein Problem. Plätze, an denen ein explizites Parkverbot für die Nacht bestand, habe ich gemieden. Diese sind allerdings sehr selten.

Nugget Dänemark

Einschränkungen oder Verbote gibt es vorwiegend in den überlaufenen Touristengegenden, besonders im Westen Jütlands, das wegen seiner tollen Sandstrände und Dünenlandschaften ein beliebtes Urlaubsziel ist. Dementsprechend hoch ist die Anzahl der mobil Reisenden. Verständlich, dass in diesen Bereichen dem Freistehen ein Riegel vorgeschoben wird.

In Kopenhagen ist es als Ortsfremder nahezu unmöglich, einen Stellplatz zu finden. Glaube es mir, ich habe es probiert und es war sehr, sehr anstrengend und erfolglos. Außer du bist bereit, horrende Parkgebühren zu bezahlen. Aber etwas außerhalb, so ab 7 Kilometer Umkreis, finden sich dann schon wieder freie Parkplätze. Die Anbindung mit S-Bahn und Bus in die Stadt ist sehr gut.

Tipps für Stellplätze in Dänemark findest du hier >>>.

Parken in Dänemark

In Dänemark einen kostenfreien Parkplatz zu finden, stellt, selbst in größeren Ortschaften, kein Problem dar. Es gibt Plätze mit und ohne zeitliche Beschränkung.

Dänemark Parkschild
Montag bis Freitag von 8-17 Uhr und Samstag von 8-12 Uhr maximal zwei Stunden erlaubt, ansonsten frei nutzbar.

Falls doch mal Parkgebühren fällig werden, wird auf den Parkschildern darauf hingewiesen. Diese sind dann auch meist recht üppig für unsere Verhältnisse. Aber wenn man nicht direkt im Zentrum stehen muss/will, alles kein Problem.

Das liebe Geld

Dänemark gehört zwar zur Europäischen Union, hat sich aber nicht der Eurozone angeschlossen. Die Währung ist die Dänische Krone (DKK), eine DKK sind 100 øre. Banknoten gibt es mit dem Nennwert 1.000, 500, 200, 100 und 50 DKK. Die Münzen haben einen Wert von 20, 10, 5, 2 und 1 DKK und 50 øre. 1 Euro enspricht ungefähr 7,45 Dänische Kronen.

Obwohl ich die Reisefreiheit und das Zusammenwachsen innerhalb der Europäischen Union sehr zu schätzen weiß, ist das Verschwinden der unterschiedlichen Währungen ein wenig schade. Mir fehlt das Ritual des Geldwechsels als Symbol für die Ankunft in einem anderen Land. Bei den dänischen Kronen kommt man hier zum Glück noch voll auf seine Kosten. Ein nicht einfach im Kopf zu berechnender Wechselkurs und ganz viel Geld in der Tasche 🙂

Beim Abheben am Geldautomat und beim Bezahlen mit der Kreditkarte fallen zusätzliche Wechselgebühren an. Was die, für unser Empfinden, sehr hohen Preise noch ein wenig steigen lässt. Aber man gönnt sich ja sonst nichts.

Da die Preise genau wie bei uns oft -,99 oder etwas in der Art betragen, wird bei Barzahlung immer auf- oder abgerundet, da die kleinste Münze die 50 øre ist. Kostet der Einkauf beispielsweise 67,49 bezahlst du also 67 DKK, kostet er 67,51 bezahlst du 68 DKK. Kostet er 67,50 zahlst du den genauen Betrag.

Internet in Dänemark

Offene WLAN-Netze, in die man sich einklinken kann, sind so gut wie nicht vorhanden. Öffentliches Netz findet sich in Bibliotheken, in Einkaufszentren und in Lokalen. Aber es ist kein großer Akt sich selbst zu versorgen.

Lebara Internet DänemarkDie beste Möglichkeit bietet Lebara. Starterpaket mit SIMCard (Standard, Micro, Nano) und Voucher sind problemlos in fast jedem Supermarkt erhältlich. Du bekommst einen Voucher mit zwei Codes, rufst die 50101234 an, drückst die Taste 3 (für Englisch) und dann die Taste 2. Es erfolgt die Aufforderung den ersten Code einzugeben, dann den zweiten, Bestätigung abwarten und das war es auch schon. Kinderleicht. Mittels einer SMS mit dem Text balance an die 5010 kannst du jederzeit dein Guthaben abfragen.

Das Starterpaket kostet 49 DKK (6,59 Euro), der Voucher mit 30 GB kostet 99 DKK (13,31 Euro) und ist 30 Tage gültig (Stand: Juni 2017). Enthalten sind noch 10 Stunden Telefonie, SMS innerhalb Dänemarks sind kostenfrei.

Essen und Trinken in Dänemark

Die Dänen sitzen gerne beisammen und essen und trinken gemeinsam. Dementsprechend gibt es eine große Fülle an Lokalen. Viele habe ich nicht getestet, da die Preise mein schmales Reisebudget eindeutig gesprengt haben, aber das eine oder andere Mal habe ich es mir gegönnt. Es war immer sehr lecker, qualitativ hochwertig und liebevoll zubereitet. Restaurants sind teuer, etwas günstiger, aber nicht weniger gut, kann man in Cafés essen, die den Bistros in Frankreich ähneln.

Das Angebot unterscheidet sich nicht so sehr von dem üblichen, was man so kennt. Pasta, Pizza, Burger, Steak, Salat und entsprechende Zutaten in unterschiedlichen Variationen und Zubereitungsarten. In den Straßen findet man viele Hot-Dog-Stände für die kleine Wurst zwischendurch. Dänisches Street Food. Anstatt Fischbrötchenverkauf findet man aber auch hier eher die Dönerbude.

Dänisches BierTypisch dänisch sind Fischfrikadellen, Krabben und Leberpastete sowie das reich belegte Smørrebrød mit dem leckeren dänischen Rugbrød (dunkles Roggenbrot) oder die üppige Variante, den gemischte Frokostteller mit Salat, Hering, Krabben, Roastbeef, Bacon und Leberpastete. Zur besseren Verdauung danach einen dänischen Kümmelschnaps, den Aquavit. So lässt es sich leben.

Nach meiner Beobachtung wird, außer Aquavit, gerne Wein getrunken, vor allem Weißwein. Im Angebot finden sich überwiegend französische Weine, aber auch andere Länder sind vertreten. Aber das eigentliche Nationalgetränk ist Øl (Bier). Es finden sich viele lokale Brauereien. Besonders lecker ist das typisch dänische dunkle Bier.

Die Dänen sind Schleckermäuler. Gebäck, Kuchen und Torten sowie Eis werden zuhauf angeboten und sind oft so lecker, dass man reinsitzen möchte 🙂 Zimt und Marzipan, Äpfel und Nüsse sind gerne verwendete Zutaten.

Flodeboller Dänemark
Dänische Flodeboller, wahlweise mit Lakritz, Himbeere, Kokos oder Schokolade.

Auf Brötchen kommt, anstatt Nutella oder Marmelade, sehr gerne die Pålægschokolade, die es in unterschiedlichster Ausführung gibt. Die Schokotäfelchen ähneln den bei uns bekannten Eszet-Schnitten, sind aber viel dünner. Zusammen mit Butter auf einem frischen Boller (weiches, helles Brötchen) ein himmlischer, wenn auch nicht wirklich gesunder, Genuss.

Palaegschokolade Dänemark

 

Was tun in Dänemark

Louisiana Museum Kopenhagen DänemarkAlles ist möglich. Wer sich bewegen möchte, kann sich auf den unzähligen Wander- und Fahrradwegen austoben. Wer lieber die Seele baumeln lassen möchte und das Nichtstun liebt, sucht sich einen schönen Platz am Strand. Für Kulturinteressierte gibt es unzählige kleinere und größere Museen. Kinder freuen sich über einen Besuch in den Tivoli-Vergnügungsparks von Kopenhagen oder Aarhus.

Mein persönliches Highlight war Aarhus auf Jütland. Dänemarks zweitgrößte Stadt. Nicht wirklich schön auf den ersten Blick, aber ein zweiter lohnt. Aarhus bietet, auf überschaubarem Raum alles, was man von einer Stadt erwartet und liegt eingebettet in einer traumhaften Landschaft. Ohne lange Wege hat man beides: Natur und Stadt, Ruhe und Leben. Und natürlich, wie fast überall in Dänemark: Meer, Meer, Meer.

Dänemark, ich komme wieder.

Kopenhagen Dänemark
Kopenhagen, Dänemarks Hauptstadt

  1. Thorsten

    Wie ist denn die Internetversorgung in Dänemark mit Lebara? Hattest Du überall schnelles LTE, oder gibt es wie hier auch viele „dunkle Flecken“?

    • Das Netz und der Empfang ist, bis auf sehr wenige und sehr partielle Bereiche, sehr gut. Da gibt es nichts zu meckern.

Ich freue mich über Kommentare