Botanischer Garten Kopenhagen

Dänemark, Tag 21: Seeland, Kopenhagen

Hallo allerseits,

endlich wieder Netz. War so froh, ohne Suche und weite Fahrerei einen netten Schlafplatz direkt an der Bushaltestelle gefunden zu haben. Leider kein Empfang. Überall, in tiefster Provinz, keine Probleme mit dem Internet. Nur in Städten. Als ich es bemerkte, war es schon zu spät und ich zu müde, um den Platz zu wechseln.

Die Zeit in Kopenhagens Innenstadt ist nur so dahin geflogen. Eh ich mich versah, musste ich dringend wieder zurück zu Luna. Und da mir die hohe Anzahl der sich in Freizeitlaune befindenden Dänen auffiel, kam mir der Verdacht, es könnte mal wieder ein Feiertag sein. Christi Himmelfahrt. Also noch schnell los, nächsten Netto gesucht. Netto hat immer bis mindestens 21 Uhr geöffnet und man findet ihn fast überall. Keine Milch mehr im Haus, Drama 🙂

Zurück am Bus: Kein Wasser. Die Wasserpumpe am Waschbecken sprang nicht mehr an. Also wieder alles abmontiert, um an den Sicherungskasten zu kommen, gewechselt und Glück gehabt. Nur die Sicherung. Schon die zweite in so kurzer Zeit. Seltsam.

Kopenhagen ist ein quirliges Städtchen. Leider viel zu groß, um es in kurzer Zeit zu erkunden. Heute also Nationalgalerie (ja, geht so) inklusive Feuer-Alarm und Evakuierung der Besucher, auch mal ein Erlebnis. Keine Ahnung, was da los war. Wollte niemand sagen.

Nach der Aufregung ging es nebenan in den Botanischen Garten (sehr schön, vor allem in dieser Jahrezeit). Danach durch das  verzweigte und belebte Zentrum schlendern, hier ein Kaffee, dort an einem der Straßenstände oder in den Markthallen was probieren, ein Take-Away-Bier am Kanalrand. Wenn ich nicht wüßte, dass ich in Dänemark bin, würde ich denken, ich wäre irgendwo im Süden Frankreichs. Kopenhagen sieht mich bestimmt noch einmal wieder. Dann aber ein paar Tage länger.

Ich verstehe schon, warum die Dänen angeblich das glücklichste Volk der Welt sind (o.k., 2017 waren es die Norweger, aber davor) und woher das so oft erwähnte dänische Hygge kommt. Es muss schon einiges schief laufen, um hier nicht seine Ausgeglichenheit zu finden. Alles entspannt, aufgeräumt, bürgerfreundlich. Der Wald und die Parks, das Meer und die Strände meist dabei oder nicht weit, überall kleine oder größere Häfen, die vielen Kneipen, Cafés, Restaurants, die zum draußen sitzen einladen. Und das alles auf weitem Raum. Selbst in Kopenhagen hatte ich nie das Gefühl von enger Großstadt.

Nicht zu vergessen, das Autofahren. Wer, abgesehen von der Autobahn mit Höchstgeschwindigkeit 130, immer mit höchstens 80 Kilometern durch diese weiten Landschaften tuckert, entspannt von ganz allein. Das ist oft nicht weit weg von Meditation.

Heute weitergefahren nach Louisiana. Endlich Netz. Das Museum der Modernen Kunst, Dänemarks meistbesuchtestes Museum, findet sich dort. Noch einmal, dann gibt es ein wenig Kulturpause. Vielleicht, mal schauen. Aber das möchte ich mir unbedingt noch ansehen. Allerdings erst morgen. Heute ist Arbeit angesagt und es ist mir echt zu viel Gedränge am Feiertag.

Bis dann, geniesse den Tag,

  1. gabriele

    Danke für die tollen Fotos! Kann mich Anonymous 🙂 nur anschliessen, meine Neugier den Norden Europas zu bereisen ist aufgrund deiner Beiträge liebe Uschi ebenfalls nochmals mächtig gestiegen. Warst Du in der Stadt mit dem Fahrrad unterwegs? oder eher zu Fuß mit dem Hund?

    • Bitte schön 🙂 Einmal mit dem Fahrrad, konnte man am Campingplatz mieten. Ansonsten mit dem Bus und zu Fuß. Hund nehme ich nicht mit in die Stadt. Das macht ihr und mir keinen Spaß.

  2. Anonymous

    Hört sich gut an, das gechillte Volk. Du weckst meine Reiselust für nordeuropäische Länder. Mit welcher Sprache kann man sich denn am besten verständigen, wenn man nicht gerade dänisch lernen will?

    • Mit Englisch, und sei es auch noch so radebrechend, kommst du in Dänemark gut zurecht. Manche Dänen können auch deutsch. Und zur Not bleibt immer noch die Weltsprache „Hand und Fuss“.

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