Buswartestelle Dänemark

Dänemark, Tag 14: Seeland, Roskilde

Hallo allerseits,

bin immer noch in Roskilde und werde, sofern die Batterie mitspielt, wohl noch ein Weilchen bleiben. Es gefällt mir sehr gut und es ist ein idealer Ausgangspunkt für Ausflüge nach Kopenhagen. Da das nicht so einfach sein soll mit dem Auto, eine Überlegung wert. 30 Kilometer, die Regionalbahn braucht nur 26 Minuten und fährt, laut google maps, alle 15 Minuten. Mal sehen, wie ich mich entscheide.

Vielleicht fahre ich am späten Samstag Abend auch nach Kopenhagen rein. Wenn ich in eine größere, mir unbekannte Stadt fahre, mache ich das meist so. Die ideale Zeit. Da ist wenig Verkehr, die Parkplätze sind frei und ich kann mich erst einmal in Ruhe orientieren. Und mir als Nachteule macht das nichts aus.

Heute morgen durfte ich umsonst duschen und wurde eingeladen, jederzeit wieder zu kommen, wenn ich möchte. Mache ich schon so einen verwahrlosten Eindruck, dass der Bademeister Mitleid mit mir hatte? Nein, Scherz 🙂

Die skandinavischen Schwimmbäder sind mir die liebsten von ganz Europa. Nicht die Schwimmbäder, die sind nicht besonders. Aber in den Duschen gibt es immer eine Sauna und manchmal sogar ein Abkühlbecken zum Abtauchen ins kalte Wasser. Und anders als in Deutschland steht ein Eimer Wasser mit Kelle im Saunaraum und jeder darf es selbst über die heißen Steine gießen. Was auch eifrig getan wird. Nichts da von wegen, einmal in der Stunde kommt der Saunameister und großes Zinnober wegen Aufguss und so.

Danach habe ich mir erst einmal die Randgebiete von Roskilde angesehen. Sightseeing auf vier Rädern. Kennt jemand den Vorspann der Serie »Weeds« mit dem Titelsong »Little Boxes«? So kam es mir vor. Lauter kleine, gleich aussehende Häuser in hübschen Vorgärten. Eines am anderen. Dazwischen viel Grünanlage. Überhaupt ist alles in Dänemark so adrett und sauber und aufgeräumt. Aber auf angenehme Art und Weise.

Den Nachmittag haben wir dann beim Hafen von Roskilde verbracht. Den idealen Parkplatz gefunden, mit Blick aufs Meer. Rund um den Hafen gibt es ein grünes Netz aus Wegen. Zeit für ein ausgiebiges Hundegassi. Und da heute so ein schöner Sommertag war, ging es zum ersten Mal barfuß ins Meer. Also ich. Luna mit vollem Ganzköpereinsatz.

Von der Innenstadt habe ich noch nicht viel gesehen. War nur kurz in der Fußgängerzone heute Abend, weil ich – wie viele Dänen übrigens auch, 15 Minuten Schlange stehen – noch unbedingt ein Eis haben musste. Karamel, Vanille und Haselnuss in diesen dicken Waffeln, lecker. Der richtige Ausklang für einen angenehmen und warmen Sonnentag.

Bis dann, der Sommer kommt,

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