Möwen im Flug 2017-05-03

Insel Fehmarn, Tag 6

Hallo und guten Abend,

bin immer noch auf Fehmarn. Habe meine Weiterreise nach Dänemark auf Freitag verschoben. Dann geht es mit der Fähre von Puttgarden nach Rödby. Bin mal gespannt. Morgen muss ich endlich mal einen Blick in den Dänemark-Reiseführer werfen. Ich fahre ja immer ins Blaue. Informiere mich vorab nur über das Nötigste. Wie sieht es aus mit Internet, Waschsalons, Schwimmbäder? Welche Währung, Maut oder nicht, wo reise ich ein? Der Rest ergibt sich dann unterwegs. Habe ich mir auf meiner langen Europareise so angewöhnt und für gut befunden. Zuviel Planung verwirrt nur.

Heute kurz durch Burg gebummelt und einen wunderschönen Nachmittag am Strand von Katharinenhof verbracht. Ein ganz anderer Strand als im Westen der Insel. Mit Steilküste und sogar etwas ähnlichem wie Wald. Oberhalb der Küste verlaufen Wege zum Fahrad fahren oder Spazieren gehen. Und das Meer war ziemlich aufgebracht. Endlich mal Wellen. Danach ging es dann auf dem anliegenden Campingplatz noch unter die Dusche. Bin jetzt wieder stadtfein 🙂

Genächtigt wird, wie gestern auch schon, in Burg auf dem WoMo-Parkplatz. Nach dem Feiertag ist hier nichts mehr los. Und wieder das typisches Phänomen Ein großer Parkplatz, der genug Raum für ein bisschen Privatsphäre bietet. Und trotzdem kleben die vier vorhandenen WoMos auf einer Stelle eng aneinander. Sind Psychologen unter uns, die mir dieses Rätsel um das Vermeiden von Abstand mal erklären könnten? Diese Sucht nach Nähe. Habe schon die seltsamsten Dinge unterwegs erlebt. Warum ist das so? Klar, manchmal geht es nicht anders. Aber die meisten wollen es nicht anders. Was habe ich mich schon aufgeregt, wenn ich endlich ein ruhiges Plätzchen abseits gefunden hatte und sich, zack, einer neben mich klemmte. Selbst wenn er zuvor noch wo anders stand. Ich werde es nie verstehen. Früher dachte ich in meiner Naivität, der gemeine WoMo-Fahrer liebt die Freiheit und die Individualität.

Mein Solar macht mir auch ein wenig Sorgen. Ein 100W-Modul ist wohl zu knapp kalkuliert. Kühlschrank, Standheizung und im Dauerbetrieb laufendes Notebook überfordern es eindeutig. Aber es ist ja die erste Tour mit Solar. Die Testphase. Ein zweites Modul ist schon angedacht, war nur nicht klar, ob es wirklich nötig ist. ´Dänemark muss jetzt halt noch so gehen, vor der nächsten Tour wird erweitert.

Bis dann, fliege den Sorgen davon,

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