Klapperstorch Elsass

Adieu Elsass, Salut Bretagne

Hallo,

nun geht meine Reise in und durch die Bretagne weiter. Na ja, eigentlich bin ich schon seit drei Tagen wieder auf der Straße und, wenn ich ehrlich bin, noch gar nicht in der Bretagne angekommen. Aber ich stehe sozusagen kurz davor 🙂

Mein Weg führte mich von Frau Mama im Elsass erst einmal nach Kehl am Rhein. Mein Geburtsort und die Stadt meiner ersten Kinderjahre. Ich war schon lange nicht mehr dort. Die eigentliche Idee war ein Besuch in Strasbourg. In Kehl parken und mit der Tram ins Zentrum der Hauptstadt der Region Grand Est. Bequem und praktisch, aber nicht genutzt.

Fußgängerbrücke Kehl Strasbourg
Fußgängerbrücke Kehl-Strasbourg im Garten der zwei Ufer (Le Jardin des Deux Rives). Im Hintergrund die Europabrücke für den Autoverkehr. Dort verlaufen auch die Gleise der Tram, die seit 2016 Kehl und Strasbourg verbindet.

Es war so schön an Kehls Rheindamm und am Altrhein. Jegliche Motivation mich in das Getümmel Strasbourgs zu stürzen, war dahin. Aber! Aufgeschoben ist ja bekanntlich nicht aufgehoben. Bleibt Strasbourg in meinem Kopf halt noch so wie vor zwanzig Jahren. Retro-Strasbourg. Vielleicht nicht das Schlechteste, die Stadt soll sich sehr verändert haben.

Nach zwei ruhigen Tagen, mit viel frischer Luft und Rhein-Spaziergängen im Sonnenschein (und mit dringend notwendiger Reiseplanung), ging es, entgegen meiner sonstigen Gewohnheit, zügig weiter. Bis auf einen Abstecher über den Col de Donon in den elsässischen Vogesen, verlief die Fahrt nur auf der Route Nationale und der Autobahn. Bei dieser Reise wird der Weg erst das Ziel, wenn ich die Bretagne erreicht habe.

See und Park Schloss Fontainebleau
See mit Inselhaus im Park des Chateau de Fontainebleau

Ok, eine Ausnahme musste dann doch sein. Ein kurzer Abstecher in den wunderschönen Wald von Fontainebleau, mit seinen zahlreichen bizarr geformten Kalksteinfelsen. Der Wald wird auch als die Wiege des Boulderns bezeichnet. Und schon zu Beginn des 19. Jahrhunderts war die Schönheit des Waldes bei Malern sehr beliebt. Ich bin gespannt und freu mich auf ein ausgiebiges Hundegassi zwischen den Felsen.

Park mit Schloss Fontainebleau
Blick in den Park und auf das Chateau Fontainebleau

Eigentlich wollte ich gestern schon auf einem der Waldparkplätze übernachten, aber leider gab es kein Netz. Also zurück zum Schloss Fontainebleau, wohin mich mein Weg zuerst und eher zufällig geführt hatte. Ein schönes Plätzchen mit frei zugänglichem Schlosspark und Schlosswald. Der Park ist mit dem Auto durchfahrbar, direkt dahinter liegt die kleine Stadt Fontainebleau.

Sphinx Schloss Fontainebleau
Eine der zahlreichen Steinfiguren des Parks

Mehr Bilder habe ich heute leider nicht zu bieten. Auf dem Weg von der Kamera ins Notebook ist mir die Speicherkarte verloren gegangen. Da sind neben vielen schönen Bildern auch die Stellplätze der letzten Tage gespeichert. Hoffe, sie taucht wieder auf. Irgendwie herrscht hier noch Chaos. Hatte vergessen, vor welche Herausforderungen einen das Reisen mit Campingbus im Herbst und Winter stellt. Bin noch dabei, mich einzugrooven. Demnächst mal mehr darüber.

Nun aber los, die Wanderschuhe geschnürt und ab in die Natur. Luna ist bereit und wartet schon ungeduldig.

Bis dann, viel Vergnügen an der frischen Luft,

  1. Hallo Uschi,
    ich schließe mich Uta an, au wenn ich als followerin etwas hinterherhinke. Bin gespannt auf alles und wünsche Dir Glück mit dem Wetter. Möge Dich auch Sonnenschein begleiten 🙂
    Liebe Grüße,
    Evi

    • Danke schön. Das mit dem Sonnenschein haben die Wettermächte da oben hoffentlich vernommen 🙂
      Stürmische Grüße, Uschi

  2. Tipp: In den kommenden Stunden Lunas Hinterlassenschaften genauer untersuchen. Vielleicht taucht die Speicherkarte da wieder auf… 🙂

  3. Hallo Uschi, freue mich durch Dich die schöne Bretagne im Herbst/Winter zu erleben. Viele kennen sie nur aus den Sommermonaten. Freue mich (wie immer) auf Deine Berichte und Bilder und wünsche Dir viele schöne, neue Eindrücke und Erlebnisse. Uta

Ich freue mich über Kommentare