Fähre Odde-Aarhus

Dänemark, Tag 25: Jütland, Frederikshavn

Hallo allerseits,

nun bin ich auf Jütland. Heute nachmittag mit der Fähre gelandet. Nachdem ich mir gestern einen faulen Tag an dem schönen Strandschlafplatz bei Rørvig gegönnt habe, war heute volles Programm angesagt. Vor der Abfahrt noch einmal Spaß am Badestrand und dann ab Richtung Fähre.

Hund Luna Stock

Dumm nur, dass die Fähre nach Ebeltoft, die ich eigentlich nehmen wollte, nur am Wochenende fährt. Dann Programmänderung und ab nach Aarhus. Mit der Schnellfähre der Molslinie. 108 Euro, Überfahrt dauert 75 Minuten, Tickets gibt es im Verkaufsbüro bei den Schranken.

Die Überfahrt war in Ordnung. Die Fähre recht überschaulich. Nicht so groß, wie erwartet und kaum Passagiere. Ganz untypisch für Fähren gab es lecker Kaffee. Während der Fahrt unterhielt ich mich mit einer älteren Dänin mit braunem Labrador im Schlepptau. Sie meinte, Hunde wären erlaubt auf Dänemarks Fähren. Auf dem Außendeck stand sogar ein Wassernapf. Finde ich toll, lasse Luna aber trotzdem weiterhin im Auto. Wobei, ich glaube, das war es mit Fähren auf dieser Reise.

Sowieso schon in Aarhus, habe ich kurz überlegt, zu bleiben. Aber mir steht noch nicht der Sinn nach der nächsten Großstadt, so kurz nach Kopenhagen. Aarhus ist die zweitgrößte Stadt Dänemarks, da lasse ich mir noch ein paar Tage Zeit. Also hoch nach Skagen, Dänemarks nördlichste Stadt. Nachdem ich schon in Gedser am südlichsten Zipfel war …

Aber zuvor noch ein kurzer Stopp im, von mir so getauften, Bärlauchwald von Aarhus. Ein Wald voller Bärlauch. Bärlauch, Bärlauch, Bärlauch, wohin das Auge reichte. Noch Stunden danach hatte ich den Geruch in der Nase. Leider schon zu alt, um noch zu Pesto verarbeitet zu werden.

Aarhus Bärlauch Wald

Da ich in Küstennähe und über die Dörfer fahren wollte, stand auf der Strecke überraschenderweise noch eine zweite Fähre an. Diesmal eine ganz kleine mit sehr kurzer Fahrzeit. Ich kann nicht mal genau sagen, von wo nach wo.

Hier sieht es wieder ganz anders aus als auf Seeland. Gar nicht mehr so französisch, sondern eher norddeutsch. Nur ohne Kiefern und Birken, dafür inklusive roter Ziegelhäuser und Reetdächern. Weiß noch nicht so genau, was ich davon halten soll. Mein erster Eindruck: das Dänemark, das ich bis jetzt kennen gelernt habe, könnte mir das liebere sein. Aber abwarten.

Jütland ist das Feriendomizil Dänemarks und das merkt man ihm, selbst hier oben im Norden, deutlich an. Der Strand nicht mehr so zugänglich, viele Parkplätze für Wohnmobile, riesige, zur Zeit noch brachliegende, Campingplätze und Ferienhaussiedlungen und dazwischen ein paar Wohnhäuser, etwas Wald und viel Acker sowie Kühe und noch häufiger Pferde.

Ganz nach Skagen habe ich es heute aber nicht mehr geschafft. Kurz nach Frederikshavn hat es gereicht, außerdem war ich hungrig auf den frischen Fisch, den ich mir heute für das Abendessen besorgt habe. Fein in Butter gebraten, Schmorzwiebeln und Spinat dazu *hmmm*. Leider war es Scholle. Dänisch zu beherrschen, wäre nicht schlecht. Scholle bedeutet wenig Fleisch und dafür Gräten, Gräten, Gräten. War trotzdem lecker.

Bis dann, freu dich des Lebens,

  1. gabriele

    kann mir gerade gar nicht vorstellen, wie und wo das alles genau ist. Klar 🙂 könnte googeln, aber war da nicht mal irgendwo auf deinem Blog eine Karte? ich kann sie nicht mehr finden. Mmh? Liebsten Gruß.

    • ja, du bist nicht die Erste. Karte ist erst am Ende der Dänemark-Reise geplant. Aber ich mache mir Gedanken für die Zukunft. Anscheinend wäre es nicht schlecht, wenn ich eine Reisekarte mitlaufen lassen würde. Damit ihr immer sehen könnt, von was ich gerade rede 🙂

  2. Glückliche Luna! Tolle Reisebegleiterin….

Ich freue mich über Kommentare