Vietnamesischer Straßen-Imbiss

Von Papenburg nach Wieringerwerf

Hallo allerseits,

nun bin ich, mit ungebrochener Reiselust, wieder zurück auf der Straße und in Holland bei den Käskopjes 😉 gelandet. Besser in den Niederlanden. Das wirkliche Holland ist ja nur eine Region des Landes im westlichen Küstenbereich, zwischen Nordsee und IJsselmeer.

Diese Reise führt mich um dieses IJsselmeer und in die Hauptstadt Amsterdam. Wenn alles gut läuft und der Strom meines Nuggets mitspielt, möchte ich dort einige Zeit bleiben, um mir die beliebte Stadt ein wenig bekannt zu machen. Es ist verdammt lang her, dass ich dort war.

Nach dem Grenzübertritt ging es hoch in den Norden, in die alte Hansestadt Groningen.  Nach später Ankunft nur noch kurz die Nase in die bunte  Innenstadt gesteckt und dann in den grünen Park zum Schlafen. Stadtrundgang am nächsten Tag war leider nicht. Zu sonnig, zu heiß. Kein Hundbleibtalleinimautowetter. Also Planänderung. Ab ins IKEA-Restaurant und zu Lidl, landestypische Essgewohnheiten auschecken sowie auf die Suche nach einer Internet-Lösung gehen.

Ikea Restaurant Groningen

Unterschiede IKEA Deutschland – IKEA Niederlande

Sehr groß sind die Unterschiede des Essensangebots von IKEA zwischen Deutschland und den Niederlanden nicht. Es gibt weniger den bei uns so typischen Lachsteller mit Dillsauce, sondern viel mehr Pulled Salmon Sandwich und Stremellachs. Kuchen und Gebäck ähneln sich, das klassische Kötbullar gibt es mit Kartoffelbrei und Bohnen, anstatt mit Pommes/Kartoffeln und Preiselbeeren. Und Milchprodukte werden wohl sehr gerne getrunken.

Pulled Salmon Sandwich Ikea Niederlande

Auch sehr beliebt: Hej*-Snoepje, kleine Flaschen mit Weingummis, Lakritz oder Smarties.

Hej-Snopjes Ikea Niederlande

Außerdem gibt es frischen Minztee. Das würde mir auch gefallen in Deutschland. Mal was anderes als diese ewig gleichen Teebeutelsorten.

Beim Hot-Dog-Stand am Marktausgang fehlt die Selbstbedienungsbar mit Röstzwiebeln, Gurken und Saucen. So üppig wird das Hot-Dog in den Niederlanden, wie übrigens in fast allen Ländern der Europäischen Union abseits von Skandinavien, nicht gegessen. Ein wenig Senf muss reichen.

Die Angebote des Möbelmarktes gleichen sich ebenfalls. Die Preise teilweise ein wenig höher, der Kleinteile-Bereich meist in den passenden Themenbereich integriert, aber ansonsten wie bekannt. Nach IKEA ging es noch zu Lidl, aber dazu ein anderes Mal.

Fundgrube Ikea Niederlande Groningen
Die IKEA-Fundgrube

Nach der Lidl-Recherche, auf der Suche nach einer Prepaid-SIM das Shopping-Center Paddepoel angesteuert. Mission erfolgreich beendet, alles easy. Wurde wieder, wie in Dänemark der Anbieter Lebara. Die Preise sind allerdings nicht vergleichbar. Knapp 14 Euro für 30 GB in Dänemark, 20 Euro für 3 GB in den NIederlanden. Ganz schön üppig, aber egal, Hauptsache Internet. Sonst wird das nichts mit Reiseberichten.

Beim Verlassen der Passage kam ich an einer Tüte gegrilde kipkluifjes sweet chilli natürlich nicht vorbei. Das niederländische Essen ist, auf den ersten Blick, sehr asiatisch ausgerichtet. Zu meiner großen Freude, ist mir die asiatische Küche doch fast die Liebste.

gegrillde Kipkluifjes

Auf zur niederländischen Küste.

Nachdem es wärmer und wärmer wurde, wollte ich Luna und mir ein schattiges Plätzchen im Grünen mit Meeresbrise suchen und bin über Stadt und Land Richtung Küste getuckert. Ein schwieriges Unterfangen. Hinter Groningen lichtet sich der Wald doch sehr und platte, landwirtschaftliche Flächen dominieren das Bild. Die Küstenregion um Harlingen ist touristisch stark erschlossen und entsprechend reglementiert. Was zu erwarten war und vermutlich auch am IJsselmeer nicht anders sein wird.

Schafe auf dem Deich in HarlingenDa ich bei diesen Temperaturen keine Lust auf Pflastersteine und Getümmel hatte, ging es, nach einem langen Gassi auf dem, von Schafen bevölkerten, Deich bei Harlingen, weiter über den 29 Kilometer zwischen Nordsse und IJsselmeer verlaufenden Afsluitdijk (Abschluss-Deich).

Am Ende des Deiches ein kurzer Abstecher in den, schon im Feierabend-Schlaf liegenden, Fischerei-Hafen nach Den Oever. Der dortige WoMo-Platz war mir zu gut besucht und bot auch keinerlei Schatten.  Also wieder los auf die Straße. Und das, obwohl ich doch arbeiten wollte, um endlich das (B)Logbuch zu starten 🙁

Schleuse Harlingen
Eine der vielen, für die Niederlande typischen, Schleusen auf der Strecke

Es war dann auch schon recht spät, ich schon ein wenig verzweifelt, ob sich denn ein brauchbares Plätzchen finden würde, als mich mein Stellplatz-Näschen in den Robbenoordbos bei Wieringerwerf führte. Ein Waldgebiet mit satter Natur und vielen Spazier- und Wanderwegen am nördlichen Rand des IJsselmeeres. Glück gehabt. Genau das, was ich suchte. Schatten für Hund und mich und Gassimöglichkeiten ohne Ende.

Toller Stellplatz.  Bis es anfing, in Strömen zu regnen. Das Netz verabschiedete sich und wollte nicht mehr wiederkommen. Noch ein paar Bilder bearbeitet und das war es für diesen Tag mit Blog. Eine ruhige und sehr, sehr dunkle Nacht folgte. So wenig Umgebungslicht ist selten.

Sollte mich niemand verjagen, werde ich auch heute in Robbenoordbos bleiben. Nach einiger Hin- und Herfahrerei endlich guten Empfang und draußen regnet und stürmt es. Warum also weiterfahren ins Ungewisse?

Möwe und Himmel

Bis dann, freue mich auf deine Begleitung auf meiner Reise durch die Niederlande,

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