Bretagne Austern

Von Saint-Malo zum Cap Fréhel

Hallo,

nun mal wieder ein Lebenszeichen. Die letzten Tage in Saint-Malo und an der Côte d’Emeraude verbracht. Was soll ich erzählen? Viel wird es nicht, dafür gibt es wieder Bilder. Das bretonische Wetter zeigt sich von seiner typischen Seite, Aktivitäten sind also sehr eingeschränkt. Viel Regen, viel Wind und zwischendrin, mit etwas Glück, auch mal ein paar Sonnenstrahlen. In diesen Regenpausen versuche ich, den Landstrich ein wenig zu erkunden und ein paar schöne Fotos für euch zu machen.

cote d'emeraude
Am Point de la Varde macht die Côte d’Emeraude, die Smaragd-Küste, ihrem Namen alle Ehren.

Nach einer Nacht in Rotheneuf am Pointe de la Varde und einem ausgiebigen Dünengassi entlang der Küste, wurde die alte Kosarenstadt Saint-Malo geentert. Sogar ein Parkplatz in direkter Nähe war mir gegönnt. Nur kurz durch einen kleinen Hafen und schon ging es durch die Tore der Stadtmauer.

Fischerboot Saint-Malo

Jahreszeiten- und wetterbedingt war Saint-Malo beinahe wie ausgestorben. Seltsam so allein durch die Gassen zu schlendern. Die Regengüsse in unterschiedlichster Stärke und Dauer trugen auch nicht zu aufkommender Entdeckungslust bei. Aber immerhin hier gewesen und alte Erinnerungen an vergangene Urlaube aufgefrischt.

Saint-Malo Festungsturm

Die Stadtmauern von Saint-Malo sind ehrlich gesagt Schmu, von wegen altes Gemäuer, das schon viel erlebt hat und so. Wie so vieles in Saint-Malo ist sie nur eine originalgetreue Rekonstruktionen, da im 2. Weltkrieg der größte Teil der Stadt Bombadierungen zum Opfer fiel. Trotzdem schön 🙂

Saint-Malo Festungsmauer
Spaziergang auf der Stadtmauer
Saint-Malo Giebel
Die Giebel der Stadt
Es gibt Leben auf den Dächern von Saint-Malo abseits der Stadtmauern

Um der völligen Durchnässung zu entgehen schnell in ein kleines Lokal geflüchtet. Ein Glas Weißwein und Moules Frites zu Mittag, das musste sein. Ich liebe die bretonische Kulinarik.

Heute gab es Austern mit Zitrone und frischem Baquette. Gemütlich im Nugget, ohne Regen und Wind. Ach, das war fein. Und bis ich wieder nach Hause fahre, beherrsche ich das Knacken der Austern bestimmt im Schlaf, so viele werde ich davon essen 🙂

Kneipenzeile Saint-Malo
An Lokalen mangelt es nicht in Saint-Malo
Le Plateaux de fruits de mer
Le Plateaux de fruits de mer im Edellokal oder
Moules Frites
etwas einfacher und günstiger, aber nicht weniger schmackhaft

Natürlich kann man auch alles Mögliche einkaufen in Saint-Malo. Kleider, Schnickschnack und Souvenirs in Mengen. Essen ist jedoch allgegenwärtig. Vielleicht bin ich aber auch einfach empfänglicher für diese Art des Angebots 🙂

Die Kosaren-Vergangenheit wird natürlich an allen Ecken geschäftstüchtig genutzt in Saint-Malo,
Aber auch alle anderne bretonischen Spezialitäten werden angeboten.

Adieu Saint-Malo, der Regen hat uns nicht mehr Zeit miteinander gegönnt. Noch ein letzter Blick auf die Stadtmauern und dann zurück auf die Straße.

Saint-Malo Festungsturm

Aber auch auf der Fahrt entlang der Küste gab es nicht viele Möglichkeiten, die Kamera trocken zu halten. Nur in Dinard ein kurzer Sonnengruß, schnell raus aus dem Nugget.

Strandspaziergang in Dinard

Ab Dinard kommt ein Stück Edelküste. Sehr gepflegt, sehr schöne Villen, südfranzöischer Charme. Hat wenig von der rauhen Bretagne, die mir eher liegt. Aber durchaus schön und einen Besuch wert.

Dinard Park

Die meisten Villen stehen zur Zeit offensichtlich leer. Vermutlich Ferienhäuser oder Feriendomizile von den Menschen, die sich ein Zweit- oder Dritthaus für die schönen Monate hier leisten können. Na ja, im nächsten Leben vielleicht.

Eines der Villenviertel in Dinard

Jetzt geht es gleich weiter zum Cap Fréhel. Bin nur noch wenige Kilometer entfernt. Schon fast dortgewesen, musste ich wieder umdrehen. Kein Internet und ohne Internet kein Beitrag. Also auf den Parkplatz eines SuperU bei Matignon. Eine der wenigen Stellen an diesem Küstenabschnitt, wo FreeWifi mit ausreichender Signalstärke zu empfangen ist.

Als Trost für öde Parkplatzaussicht anstatt grünes Meeresrauschen gab es nach den Austern zum Kaffee noch Streicheinheiten für die Seele. Hatte ich schon erwähnt, dass ich die bretonische Einstellung zum Essen liebe 🙂 Wobei, da nehmen sich alle Franzosen nichts, egal aus welchem Landstrich sie kommen.

Tartelette citron und Macaron caramel au beure sale
Tartelette citron und Macarons au caramel au beurre salé

So und nun bitte Daumen drücken, dass sich die Schlafplatzsuche am Cap Fréhel für den Nugget, die Luna und mich nicht zu schwierig gestaltet. Ist schon spät jetzt und ich habe keine Lust mehr auf Sucherei.

Bis dann, gönn dir mal was Leckeres,

  1. Never ever schmecken mir Muscheln. Da passt eher ein Kamel durchs Nadelöhr, als dass das eintrifft. Die Soßen drum herum, die mag ich schon 🙂 Aber mit Muscheln würde ich es dann doch lieber wie Ping Pinguin halten und darin wohnen. Außerdem finde ich „Mupfeln“, wie Ping Pinguin sagen muss, weil er ja das „sch“ nicht „pfrechen“ kann, auch ganz hübsch als Deko Objekte, als Seifenschalen oder Vorspeisentellerchen im Sommer, … Muschelschalen lasse ich mir also gerne als Souvenir schenken… 😉
    Fröhliches Knacken bei hoffentlich schönem Wetter und Sonnenschein,
    Evi

    • Sag niemals nie … altbekannt und immer wieder wahr 🙂 Wenn ich an schöne Jakobsmupfeln komme, bringe ich welche mit. Bis jetzt habe ich sie mir aber nur einmal selbst zubereitet und da habe ich sie mir – Schande, Schande – schon ausgelöst besorgt. 14 Stück frisch aus dem Fischladen für 10 Euro. Da kann man nicht meckern. Das Öffnen ist doch ein ziemlicher Akt und meine Finger sind schon vom Austernöffnen gepflastert :-). Aber jetzt wo ich weiß, dass da Bedarf besteht …
      Fröhliche Grüße vom Zöllnerpfad, Uschi

  2. Die meisten Ferienhäuser gehören Pariser, die im Sommer aus ihrer Stadt flüchten.

    • Ach so. Na, die haben es gut, die Pariser. Im Winter in der Stadt der Liebe und im Sommer in der wilden Bretagne. Franzose müsste man sein 🙂
      Liebe Grüße, Uschi

  3. Habe drei Austern in meinem Leben gegessen und obwohl das schon Jahrzehnte her ist, liegen die mir gefühlt immer noch Magen. Ist mir ein Rätsel, wie man das Getier gut finden kann :-I
    Aber lass es Dir weiter schmecken und Viel Erfolg beim Austern knacken üben 🙂
    Liebe Grüße
    Evi

    • Hallo Evi,
      früher mochte ich Austern auch nicht. Und dann, irgendwann, während eines Bretagne-Urlaubs …
      Muschelige Grüße, Uschi

  4. Der gute alte Gartenzwerg darf auch in der Bretagne nicht fehen!! Tolle Bilder. Laß Dir weiter Moules und Austern schmecken. Gruß

    • Freut mich, dass dir die Bilder gefallen. Heute gibt es zur Abwechslung große Crevetten aus der Pfanne mit viel Olivenöl und Knoblauch, frischem Thymian und natürlich dem obligatorischen Baguette. Liebe Grüße

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